Posted by on 30. August 2016

Das Erneuerbare Energien Gesetz
Eine immer wieder veränderte Gesetzesform, die immer dann verändert wird, wenn erkannt wird, daß sich der Bürgerwille gegen die Profitinteressen der „big four“ durchsetzen könnte.
Wie kann erneuerbar oder ökologisch erzeugte Wärme und Strom direkt an den Nutzer gegeben werden ?
Dieser Gedankenansatz erzeugt natürlich sofort den Gedanken der Kosten. Die Welt geht von ständig steigenden Energiekosten aus und nimmt Wunder wahr, ob welchen Vorgängen derzeit Öl so billig geworden ist. Dieses ist auf die Tatsache, daß derzeit mit allen gesetzlich möglichen Techniken das Letzte aus unserem Planeten herausgequetscht wird, zurück zu führen.
Weiter wird davon ausgegangen, daß uns allen, also dem Staat die eigentliche Last der Entsorgung der Atomkraftwerke bleiben. Ich schreibe hier nicht vom Atommüll, sondern von der gesamten Erzeugungstechnologie. Die Milliardenbeträge von den „big four“ sind schnell aufgebraucht. Angesichts der Jahrhundertelangen Reststrahlung wird die Atommüll Entlagerung nicht monetär zu beziffern sein.
Deshalb ist der Blick auf die Erneuerbaren als die einzig mögliche Zukunftsperspektive so wichtig und, wie ich gerade aufgezeichnet habe, auch von den Profitinteressen der Konzerne zu entkoppeln.
Bei allen erneuerbaren Großanlagen wird von bürgerlicher Seite aus darauf hingewiesen, daß interessierte Mitbürger ihr Geld gern und sicher in Anlagen aus Wind, Sonne und Agromasse investieren und dabei Renditen von fünf bis zehn mal über dem Sparbuch erzielen.
Die wollen nur verdienen!
Heißt es dann. Was ist bitte daran verwerflich, wenn Einzelne, und dann nach Abzug der lokal zu entrichtenden Steuern, Kapitalrenditen erzielen, wenn zu vorderst die Energiewende vorangetrieben, der Energiepreis zumindest gebremst wird?
Zum Thema: Eindämmung der Kosten erneuerbarer Energien,
Ursprung der Kostensteigerung:
Als die Wind und Photovoltaik Energie vor vielen Jahren ihren Boom hatten, stieg die EEG Umlage, weil aller Strom, denn damals wie heute handelte es sich fast nur um Elektrizität, von den Netzbetreibern aufgenommen und vergütet werden musste. Dieser kleine Anteil am gesamten Strompreis, dem sogenannten Graustrom-Preis, wurde immer größer und nichts war einfacher, als diesem Bestandteil die Schuld an der Strompreis Steigerung zu geben. Die Betreiber sind und waren viele lobbyferne Einzelpersonen.
Wettbewerbsgläubige erkannten die Chance, eben diesen Wettbewerb der Kapitalinteressen etwas zugunsten der Großindustrie zu entschärfen, indem vom Problem im internationalen Markt gesprochen wurde und eine nationale Erleichterung dadurch gewünscht wurde, indem diesen gewerblichen Bereichen Entlastung in Aussicht gestellt wurde, also der Stahlindustrie und den Informationstechnologien.
Schnell schwappte aber dieser Gedanke auch auf alle anderen Industrien über, ob nicht von diesem neuen Gedanken auch profitiert werden könnte: Der Nahverkehr, die Medien, die gesamte Infrastruktur, die Lebensmittelindustrie, kurz alle Gewerbezweige mit höherem Energiebedarf, klinkten sich ein und die Regierung „regierte“:
Ja, eine Entlastung der Industrie, ja eine Befreiung von der EEG Umlage hilft, Gewinne zu erhalten. Was übrig bleib, war eine wesentliche Verteuerung des EE Stromes und alle konnte wieder schimpfen. Was in unzählbare Referaten verdeutlicht wurde, nämlich die immer weiter sinkenden Gestehungskosten erneuerbare Stromerzeugung, vor allem In Bürgerhand, verhallte in den Massenmedien, die ja auch, wie gerade aufgezählt, profitierten.
Und so sind wir am Punkt des Handelns, nämlich der
Direktvermarktung der EE Energie,
also Wärme und Strom, um eben diese Netzbetreiber mit ihren Entlastungsgedanken, überflüssig zu machen.
Der Strom durch Wind, Sonne und Erdwärme, die Wärme durch Windgas, Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen wir, also die Bürger in den Kommunen, selbst und leiten sie teils durch eigene Netze und teils durch im kommunalem Eigentum befindliche an die Nutzer, und da setzen die Reformgedanken an.
Kann ein parallel zum öffentlichen Netz gelegtes Privates, Genossenschaftliches oder Kommunales rentabel sein? Muß die Kommune ihr Netz, Wärme oder Strom, den Betreibern erneuerbarer Anlagen zu eine bezifferbaren Preis zur Verfügung stellen, um diesen Anlagen die gesellschaftliche und dem der Existenz der Erde verpflichtenden Nutzen zu verhelfen?
Diesen Fragen wollen wir in mehreren Abenden des Vereins „Bürger Energie Kiel e. V.“ nachgehen und den bisher bereits formulierten und in den Köpfen vorhandenen Gedanken zum Ziel zu verhelfen, die Energieerzeugung in der Region Kiel erneuerbar, bezahlbar und mit einer lokal verwendeten Rendite zum Erfolg zu verhelfen
Ulrich Hühn, Verein Bürger Energie Kiel e. V., 15. 8

Posted in: Allgemein

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